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Was ist das Internet?

Was ist das Internet?
Die Geschichte des Internet
Sind Sie bereit für das Internet?
Kommunikation mit TCP/IP
Internet Adressen und Domains
Wie funktioniert der Transport der Daten?
Wie komme ich ins Internet?
Das World Wide Web

Was ist das Internet?

Ursprünglich waren nur einzelne Computer vernetzt, dann die ersten lokalen Computernetze, und heute ist das weltumspannende Internet ein Verbund aus vielen zehntausenden Computernetzen, die über Datenleitungen miteinander verbunden sind. Zum Internet gehören Hosts oder Server. Das sind Rechner, auf deren Informationen andere Rechner über das Internet zugreifen können. Sie sind damit "Gastgeber" oder einfach Netzwerk-Rechner, die andere Computer - die so genannten Clients - mit Informationen und Inhalten bedienen. Die Netze des Internets können zu Universitäten, Unternehmen, Organisationen oder staatlichen Einrichtungen gehören. Aufgrund der Vernetzung der Server kann von jedem Punkt der Erde auf Daten an jedem anderen Punkt zugegriffen werden.

Dazu muss man lediglich mit einem Rechner an irgendeinen Server der Welt angeschlossen sein. Darüber besteht dann Zugriff auf alle anderen Server. Bei den Verbindungen kann es sich um Datenleitungen, Telefonverbindungen, Fernsehkabel oder sogar Stromleitungen handeln. Informationen können auch "kabellos" über Satellitenverbindungen übertragen werden.

Die Geschichte des Internets

Das Internet hat seinen Ursprung in dem vom amerikanischen Verteidigungsministerium während des Kalten Krieges 1969 errichteten ARPAnet (Advanced Research Projects Agency). An dieses waren nicht nur militärische Rechner angeschlossen, sondern es stand auch einzelnen universitären Forschungsprojekten offen. Ziel des Projektes ARPAnet war es, ein Computernetz zu schaffen, über das Kommunikation auch dann noch möglich ist, wenn ein Teil des Netzes zerstört ist. Voraussetzung hierfür waren dezentrale Kommunikationsstrukturen, und entsprechend gibt es im Internet keine Hauptleitung und keinen Zentralrechner. Vielmehr sind alle Teile gleich berechtigt. Ist ein Teil beschädigt, können die anderen Teile nach wie vor zur Kommunikation genutzt werden.

Sidn Sie bereit für das Internet?

In Deutschland werden im Jahr 2007 über 55 Millionen Menschen von zu Hause, der Arbeit oder öffentlichen Institutionen das Internet nutzen. Weltweit sind 600 Millionen Menschen online. Im Jahr 2002 wurden über das Internet etwa 88 Milliarden US-Dollar weltweit umgesetzt - Tendenz steigend. Denn wurde das Internet vor acht Jahren fast ausschließlich von Universitäten genutzt, so sind es heute zunehmend Unternehmen, die von den Vorteilen des Internets profitieren wollen.. Sie nutzen Internet-Dienste wie E-Mail, nehmen Bestellungen über das Internet auf, oder sie verbinden über das Internet verschiedene Geschäftsstellen mit der Firmenzentrale oder Mitarbeiter, die von zu Hause arbeiten. Das Internet hält zunehmend Einzug in private Haushalte, und immer mehr Menschen nutzen das Internet für Online-Banking oder zum Einkaufen. Das Internet verändert die Welt, in der wir leben, arbeiten, lernen und spielen.

Kommunikation mit TCP/IP

Kommunikation im Internet ist über unterschiedliche Geräte und Software nur deshalb möglich, weil es dafür eine gemeinsame "Sprache", ein Übertragungs- oder Kommunikationsprotokoll, gibt. Diese gemeinsame Sprache heißt TCP/IP und ist ein wesentlicher Bestandteil für den Erfolg des Internets. Die Abkürzung steht für Transmission Control Protocol/Internet Protocol. Mit ihr können alle Rechner etwas anfangen, die eine spezielle Software besitzen, welche dieses Protokoll verstehen und auswerten kann. TCP/IP ist jedoch mehr als eine gemeinsame Sprache wie dies Englisch für Menschen unterschiedlicher Nationalität ist. Das TCP/IP ist ein Standard, der zuständig ist für die technischen Einzelheiten bei der Übertragung von Daten. So werden die Daten von TCP für den Versand in digitale Pakete zerlegt. Jedes Paket wird in eine Art Briefumschlag gesteckt, auf dem Absender- und Zustelladresse und sogar der Zeitraum notiert sind, in dem das Paket weitergeleitet werden soll. Die Pakete werden dann jeweils einzeln und über verschiedene Wege zum Empfänger verschickt und dort wieder zusammengesetzt. Die Reihenfolge, in der letzteres geschehen soll, ist ebenfalls auf dem Briefumschlag oder dem so genannten Header vermerkt. Im Gegensatz zum TCP ist das Internet-Protokoll für die korrekte Zustellung der Datenpakete zuständig, das heißt, dass die Daten den richtigen Weg durch das Internet finden.

1983 löste TCP/IP im Internet-Vorläufer Arpanet das bis dahin gebräuchliche Network Core Protocol (NCP) ab. Die Erfindergruppe rund um die TCP/IP-Väter Vinton Cerf und Robert Kahn hatte bereits seit 1974 an einem maschinenunabhängigen Protokoll für die Rechnerkommunikation gearbeitet. Dem Protokoll wurde anfangs nur eine Überlebensdauer von drei bis vier Jahren eingeräumt. Die Entwicklung des Browsers "Mosaic" und der Websprache HTML Mitte der Neunzigerjahre verhalf dem TCP/IP-Protokoll zum endgültigen Durchbruch. In der aktuellen Version 4 prägt TCP/IP das Internet und Unternehmensnetze.

Internet-Adressen und Domains

eder Computer, der an das Internet angeschlossen ist, besitzt eine eigene Adresse. Sie besteht aus vier Zahlengruppen, die jeweils durch Punkte (dots) miteinander verbunden sind, zum Beispiel 123.45.133.9. Um solche Adressen handlich zu machen, wurde das Domain-Name-System (DNS) entwickelt. Das bedeutet nichts anderes, als dass die Zahlen mit Worten gleichgesetzt werden. Das hat nicht nur den Vorteil, dass man sich Adressen so leichter merken kann. Die DNS bleibt immer dieselbe, auch wenn die Zahlen sich ändern. Ferner kann man einem Domain-Namen und damit dem Host ansehen, zu welcher geographischen und organisatorischen Gruppe er gehört.

Besitzt jemand einen elektronischen Briefkasten auf einem bestimmten Rechner, so setzt sich die E-Mail-Adresse wie folgt zusammen: Vor die Adresse des Rechners wird der Name der betreffenden Person oder ein Kürzel gesetzt und mit einem als Klammeraffen bezeichneten @ (bei) mit dem Domain-Namen verbunden, zum Beispiel hannes_müller@t-online.de. Letztere Adresse gehört zur Domäne des Online-Dienstes t-online (Deutsche Telekom AG). Das Besondere an der elektronischen Post ist, dass man unabhängig von Entfernungen in kürzester Zeit weltweit kommunizieren und sogar umfangreiche Dateien verschicken kann. Der Empfänger kann sich diese dann direkt auf seinen Computer laden und dort lesen oder bearbeiten.

Wie funktioniert der Transport der Daten?

Unabhängig davon, ob man eine E-Mail verschickt oder eine Website aufruft – immer werden die Daten in digitale Päckchen aufgeteilt, wobei der Header alle für den Transport notwendigen Informationen enthält. Verschiedene Geräte bearbeiten diese Informationen auf dem Weg durch das Internet und leiten die Datenpakete weiter. Die wichtigsten Geräte, die zwischen Netzwerken vermitteln, heißen Bridges, Gateways, Router und Switches.

Bridges verbinden örtliche oder lokale Netzwerke (LANs) miteinander und sorgen dafür, dass Daten, die von einem LAN an ein anderes adressiert sind, weitergegeben werden. Gleichzeitig halten sie Daten zurück, die nicht hinaus sollen.

Gateways arbeiten ähnlich wie Bridges, nur dass sie auch Daten von anderen Netzwerk-Typen übersetzen können. Über Gateways sind zum Beispiel Online-Dienste mit dem Internet verbunden.

Router sind wichtig für den Internet-Verkehr zwischen verschiedenen Netzwerken. Sie überprüfen Datenpakete auf die Zieladresse und schicken sie auf dem besten Weg weiter zum nächsten Router auf dem Weg zum Bestimmungsort. Router sind nichts anderes als kleine Computer, deren spezielles Programm über den optimalen Weg für Informationen entscheidet.

Switches analysieren den Datenverkehr und stellen eine Verbindung zwischen Geräten verschiedener LAN-Abschnitte her, die Informationen austauschen.

Wie komme ich ins Internet?

Ein Zugang zum Internet sowie eine E-Mail-Adresse erhält man über einen Internet-Service-Provider (ISP). Das ist eine Firma, die gegen Bezahlung einen Anschluss an das Internet anbietet und einen Einwählknoten zur Verfügung stellt. Darüber kann man vom heimischen Rechner via Telefonnetz in das Internet gelangen, wenn man mit seinem Computer den Internet-Service-Provider anruft. Bei analogen Telefonanschlüssen müssen digitale Daten des Computers mit einem Modem in analoge Signale umgewandelt werden. Am Zielrechner werden sie dann wieder digitalisiert. Bei einem ISDN-Anschluss entfällt dieser Vorgang, weshalb mit solchen Verbindungen höhere Übertragungsraten erzielt werden.
Mittlerweile holt DSL rapide auf: bereits 28 Millionen Deutsche nutzten 2005 den schnellen Internetzugang, der bis zu 14-mal schneller als ISDN ist.

Das World Wide Web

Einer der am meisten genutzten Teile des Internets ist das World Wide Web, WWW, W3 oder Web. Das liegt daran, dass es durch seine grafische Benutzeroberfläche besonders anwenderfreundlich ist. Wer beispielsweise Windows oder MacOS kennt, wird sich auch im WWW zurecht finden. Das WWW besteht aus vielen verschiedenen Seiten von Firmen, Institutionen und Privatpersonen, den so genannten Homepages, die Text, Bilder oder Videos enthalten können. Diese Seiten sind über so genannte Links (Verknüpfungen) miteinander verbunden, so dass man von Seite zu Seite wechseln kann. Um im Web navigieren zu können, benötigt man einen so genannten Browser wie den Navigator von Netscape oder den Microsoft Internet Explorer. Die Aufgabe dieser Benutzeroberflächen ist, Dokumente darzustellen, die in der einfachen Befehlssprache HTML (Hypertext Markup Language) des WWW erstellt sind. Gleichzeitig erlauben sie es, über die Links von einer Web-Seite zur nächsten zu springen. Entscheidet man sich für einen bestimmten Link und klickt diesen an, wird die gewünschte Seite über die so genannte URL (Universal Resource Locator) oder Web-Adresse gefunden. Das ist das, was in einer Bibliothek die Signatur eines Buches ist. Eine solche Adresse sieht wie folgt aus: http://www.cisco.de. Über eine bestimmte Software, einen so genannten Internet-Browser, werden die HTML-Elemente, die in einer URL hinterlegt sind, schließlich angezeigt.

Letzte Aktualisierung am 24.05.2011 - Copyright ©2011 by SIM-consult - Frank Mörbel.


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